Sacco und Vanzetti: Neuer Film am 28. Februar im Reitschul-Kino

Die FAU Bern zeigt zusammen mit dem Kino der Reitschule den neu übersetzten Film über die Klassenjustiz gegen die beiden Anarchisten in den 20ern.

Die Vorführung findet am 28. Februar 2018 um 20.00 Uhr im Kino der Reitschule statt

Die Schweizer Premiere findet bereits am 17. Februar in ZÜRICH im Kino Xenix statt und wird von den Genoss_innen der IWW gezeigt

Peter Millers Dokumentarfilm erzählt die Geschichte der beiden italienischen Migranten und Anarchisten Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti, die 1920 in den USA wegen Mordes angeklagt und – nach einem voreingenommen und fragwürdigen Prozess – am 23. August 1927 in Boston hingerichtet wurden. Ihr Leidensweg wurde zum Symbol für den bigotten und intoleranten Umgang mit Migrant_innen und Dissident_innen in Amerika. Millionen Menschen auf dem gesamten Globus protestierten seinerzeit für Ihre Sache, und heute, 90 Jahre später, wirkt ihre Geschichte immer noch nach – in Zeiten, in denen bürgerliche Freiheiten und Rechte von Migrant_innen wieder unter Beschuss sind.

Repression und Spaltungsversuche in Basel an Solidemo für Afrin

über 4000 Menschen demonstrierten friedlich am 3. Februar in Basel. Polizei tritt mit Grossaufgebot auf und versucht die kurdisch-türkische Widerstandsbewegung und die lokale linksradikale Bewegung durch Lügen und Repression zu spalten.

 

Die Demonstration richtete sich gegen die Diktatur in der Türkei und den neulichen Angriff auf das demokratische Gebiet Afrin in Syrien. Die Türkei beschiesst das Gebiet seit dem 20. Januar und unterstützt islamistische Truppen der SFA am Boden.

 

Die basler Polizei war mit einem Anti-Aufstandsaufgebot vor Ort: Die Polizei war vermummt, mit mehreren Gummischrot- und Tränengasgewehren an der Route präsent. Schon vor der Demonstration wurden einerseits Sozialist_innen aus der Türkei verhaftet. Andererseits kam es Stunden vorher zu einer Razzia in den Räumen des revolutionären Aufbaus. Dabei wurden 3 Personen verhaftet und das Fronttransparent beschlagnahmt.

 

„Zwei Demonstrationen“?!

 

Ausserdem kam es zu Kontrollen auf dem Claraplatz. Die Begründung der Polizei: Die Versammlung auf dem Claraplatz sei unbewilligt, die Versammlung im Clarapark hingegen schon. Es handelte sich jedoch um zwei Mobilisierungen für ein und dieselbe Demonstration! Ausserdem wurde den Kontrollierten weissgemacht, das OK der Demonstration wolle keine „Schweizer_innen“. Diese absichtliche Falschinformation der Polizei wurde vom OK noch an der Demo widerlegt. Insgesamt wurden 36 Menschen in Gewahrsam genommen.

 

Lasst euch nicht spalten!

 

Man muss kein_e Verschwörungstheoretiker_in sein, um zu sehen, was die Basler Polizei versucht, hier abzuziehen: Zu verhindern, dass sich die „lokalen“ Aktivist_innen mit der kurdischen und türkischen Opposition in der Schweiz zusammentun bzw. sich mit dem Widerstand gegen Erdogan solidarisieren. Sie versucht einen Keil zwischen die Bewegungen zu treiben und droht beiden mit massiver Repression im Falle einer Zusammenarbeit. Die friedliche, aber äusserst kämpferische Demo wurde daher auch mit einem massiven Aufgebot begleitet, welches eine bedrohliche Stimmung aufbaute und zum Ziel hatte, alle Teilnehmenden einzuschüchtern. Es ist unverantwortlich, vom Krieg Geschädigte und Traumatisierte ohne Grund mit einem kriegsähnlichen Aufgebot zu begegnen.

 

Die FAU Bern verurteilt diese Aktion der basler Polizei aufs schärfste! Wir fordern alle Menschen dazu auf, sich gegen das Terrorregime Erdogans auszusprechen und sich mit dem Widerstand dagegen zu solidarisieren. Lasst euch nicht spalten!

SDA-Streik eingestellt, Verhandlungen werden abgewartet

 

die Arbeiter_innen der Schweizerischen Depeschenagentur (SDA) sind Dienstag morgen ab 6.30 Uhr in den Streik getreten. Am Freitag hat sich der Verwaltungsrat zu Gesprächen bereit erklärt. Der Streik wurde vorerst sistiert.

 

Nachdem Anfangs Januar bekannt wurde, dass nach der Fusion mit Keystone bis zu 36 Vollzeitstellen abgebaut werden sollen, kam es bereits am 23. Januar zu einem dreistündigen Warnstreik. Die Leitung hatte sich nicht bereit gezeigt, ernsthafte Gespräche zu führen. Daher hatte die Vollversammlung des SDA-Personals am Montagabend mit überwältigender Mehrheit einem unbefristeten Streik zugestimmt.

 

Nachdem auch Dienstags die Chef_innen keinen Schritt auf die Belegschaft zugemacht haben, hat sich die Belegschaft entschlossen, den Streik auch noch am Mittwoch fortzuführen. Am Mitwoch reisten die Streikenden nach Zürich zum Hauptsitz der Tamedia, welche Einsitz im Verwaltungsrat der SDA hat. Doch auch am Mittwoch kam es zu keinem Treffen mit dem Verwaltungsrat. Jedoch kam der erste Kontakt vonseiten Verwaltungsrat. Der Streik wurde trotzdem am Donnerstag weitergeführt. Diesmal in Lausanne, bzw. vor den Büros der RTS. In der Zwischenzeit hat sich eine Delegation der Beschäftigten zu einem Treffen mit dem Verwaltungsrat aufgemacht. Die Forderung des Verwaltungsrats: Der Streik sei einzustellen bis zum Abschluss der Verhandlungen. Am Freitag entschied sich die Belegschaft, den Streik vorerst einzustellen und auf Gespräche einzulassen. Die Arbeit wurde noch gleichentags aufgenommen.

 

Bisher ist die Solidarität mit den Streikenden vonseiten Politik und vor allem Medienschaffenden sehr gross. Es ist fraglich, ob mit einer  Einstellung des Streiks, wie es der VR fordert, die Aufmerksamkeit und der Druck hoch genug bleibt. Fraglich bleibt auch, ob die Solidarität und auch die Kraft hoch genug bleiben würde, wenn es gegebenenfalls nochmals zum Streik käme.

 

Es ist anzunehmen, dass die Geschäftsleitung sich mit der Fusion auf einen gewinnorientierten Kurs einstellt bzw. zum Ziel hat, hohe Dividenden auf Kosten der Arbeiter_innen auszuschütten. So sagte der CEO der SDA Markus Schwab gegenüber der NZZ, für ihn  sei die SDA-Führung lediglich den Aktionär_innen etwas schuldig.

 

Ein weiteres Mal zeigt sich der Kahlschlag in der Medienlandschaft der Schweiz. Immer mehr entscheiden sich die grossen Medienkonzerne für mehr Profit statt für Journalismus. Dabei bleibt die unabhängige Berichterstattung mehr und mehr auf der Strecke. Dieses Schicksal droht nun auch der SDA.

 

Die Freie Arbeiter_innen Union FAU Bern solidarisiert sich mit der streikenden Belegschaft der SDA. Wer kämpft, kann gewinnen. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.

 

Die Belegschaft informiert über ihre Wordpress-Seite und auf Twitter unter @inside_sda

9. Anarchietage in Winterthur

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Nach fünf Jahren Unterbruch sind die Anarchietage in Winterhur zurück. Organisiert von der Libertären Aktion Winterthur (LAW), warten die A-Tage mit einem Satten Programm auf: Das diesjährige Motto ist "Leben im Widerspruch" und handelt von der Revolution im Hier und Jetzt. Elternschaft, gemeinsame Ökonomien, Gruppenstrukturen warten als Themen auf.

weitere Infos findet ihr hier

FAU Bern startet Gastronomiekampagne

Schweizweit arbeiten 244'000 Menschen im Gastgewerbe. Meist arbeiten sie Teilzeit, unter massivem Stress und teilweise ohne Mindestlohn. Zur Liste prekärer Arbeitsbedingungen kommen dann meist noch sexuelle Übergriffe, miese Chefs und geringe Schichtsicherheit hinzu. Sprich: Wenig Lohn für beschissene Arbeitsbedingungen. Die FAU Bern fordert alle Beschäftigten der Gastronomie auf, sich selbstorganisiert für bessere Arbeitsbedingungen einzusetzen!

Die neue Kampagnenseite findest du hier

Dort findest du eine Zusammenfassung des Gesamtarbeitsvertrags und weitere Infos.

Ausserdem haben wir einen Fragebogen aufgeschaltet, damit wir besser verstehen können, wo die grössten Probleme der Beschäftigten liegen.