Veranstaltung zu Macron, Reformen und Widerstand

In Frankreich ist letztes Jahr eine soziale Massenbewegung rund um die arbeitgeberfreundliche Arbeitsmarktgesetzes-Initiative „Loi El Khomri“ entstanden. Im Kontext eines mit Notstandsgesetzen und Aufrüstung gegen tatsächliche und vermeintliche TerroristInnen kämpfenden Staates ist auf den Straßen und in den Medien eine seit Jahren vermisste Aufbruchstimmung sichtbar. Streiks, Großdemos und militante Aktionen fanden täglich statt, im Frühling/Sommer 2017 brachten nächtliche Platzbesetzungen und öffentliche basisdemokratische, spektrenübergreifende Protestversammlungen die neoliberale und repressive Ordnung inmitten der EU ins Wanken.

Nachdem eine abgeschwächte Version der Reform am Parlament vorbeidurchgedrückt wurde, schienen die Angriffe der Regierung und die Mobilisierungen abzuflauen. Doch bald wurde klar, dass der Abbau weitergeht: Aktuell findet ein massiver Angriff auf die französische Bahn statt: Sie soll privatisiert werden und im Zuge dessen von ‘unrentablem Ballast’ (9’000 km Nebenstrecken, bessere Arbeitsbedingungen) befreit werden. Dagegen hat sich erneut Widerstand formiert.

Im deutschsprachigen Raum wurden die linken Massenbewegungen im Frankreich der letzten Jahre eher wenig rezipiert. Dies ist bedauerlich und sollte sich ändern. Um mehr über den Ausnahme- zustand und die Proteste in Frankreich zu erfahren, berichtet ein Aktivist aus Paris über Erfahrungen und die Hintergründe der sozialen Bewegung.

Bildungsabbau stoppen!

Studiengebührenerhöhungen. Leistungsabbau an Schulen. Prekarisierung der Berufslehre. Lohnsenkungen bei Lehrer*innen. Der Bildungsabbau schreitet voran. Und wir, Studierende, Schüler*innen, Forschende und Angestellte haben genug davon.

Deshalb rufen wir ab dem 19. März zu einer schweizweiten Aktionswoche und am 24. März zu einer grossen gemeinsamen Demonstration auf. Gegen den Einfluss der Wirtschaft auf unsere Bildungsinstitutionen. Und für eine starke, emanzipatorische und partizipative Bildung für alle. 

Beteilige Dich. Denn jetzt ist Zeit für Veränderung.

 

Wir finden den Widerstand gegen den Abbau und die Kommerzialisierung der Bildung einer der wichtigsten Kämpfe der heutigen Zeit. Ein Bildungsabbau hat schwerwiegende Folgen nicht nur an der Uni, sondern auch in der Berufsausbildung. Kritisches Denken verkümmert zunehmend in einer durchrationalisierten Wissensfabrik. Auch Gewerkschaften sollten sich deshalb für eine Bildung abseits der Marktverwertungslogik und also gegen den Spardruck einsetzen.

 

Die FAU Bern solidarisiert sich mit dem Bildungsaufstand

FAU Bern startet Gastronomiekampagne

Schweizweit arbeiten 244'000 Menschen im Gastgewerbe. Meist arbeiten sie Teilzeit, unter massivem Stress und teilweise ohne Mindestlohn. Zur Liste prekärer Arbeitsbedingungen kommen dann meist noch sexuelle Übergriffe, miese Chefs und geringe Schichtsicherheit hinzu. Sprich: Wenig Lohn für beschissene Arbeitsbedingungen. Die FAU Bern fordert alle Beschäftigten der Gastronomie auf, sich selbstorganisiert für bessere Arbeitsbedingungen einzusetzen!

Die neue Kampagnenseite findest du hier

Dort findest du eine Zusammenfassung des Gesamtarbeitsvertrags und weitere Infos.

Ausserdem haben wir einen Fragebogen aufgeschaltet, damit wir besser verstehen können, wo die grössten Probleme der Beschäftigten liegen.

Sacco und Vanzetti: Neuer Film am 28. Februar im Reitschul-Kino

Die FAU Bern zeigt zusammen mit dem Kino der Reitschule den neu übersetzten Film über die Klassenjustiz gegen die beiden Anarchisten in den 20ern.

Die Vorführung findet am 28. Februar 2018 um 20.00 Uhr im Kino der Reitschule statt

Die Schweizer Premiere findet bereits am 17. Februar in ZÜRICH im Kino Xenix statt und wird von den Genoss_innen der IWW gezeigt

Peter Millers Dokumentarfilm erzählt die Geschichte der beiden italienischen Migranten und Anarchisten Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti, die 1920 in den USA wegen Mordes angeklagt und – nach einem voreingenommen und fragwürdigen Prozess – am 23. August 1927 in Boston hingerichtet wurden. Ihr Leidensweg wurde zum Symbol für den bigotten und intoleranten Umgang mit Migrant_innen und Dissident_innen in Amerika. Millionen Menschen auf dem gesamten Globus protestierten seinerzeit für Ihre Sache, und heute, 90 Jahre später, wirkt ihre Geschichte immer noch nach – in Zeiten, in denen bürgerliche Freiheiten und Rechte von Migrant_innen wieder unter Beschuss sind.

Repression und Spaltungsversuche in Basel an Solidemo für Afrin

über 4000 Menschen demonstrierten friedlich am 3. Februar in Basel. Polizei tritt mit Grossaufgebot auf und versucht die kurdisch-türkische Widerstandsbewegung und die lokale linksradikale Bewegung durch Lügen und Repression zu spalten.

 

Die Demonstration richtete sich gegen die Diktatur in der Türkei und den neulichen Angriff auf das demokratische Gebiet Afrin in Syrien. Die Türkei beschiesst das Gebiet seit dem 20. Januar und unterstützt islamistische Truppen der SFA am Boden.

 

Die basler Polizei war mit einem Anti-Aufstandsaufgebot vor Ort: Die Polizei war vermummt, mit mehreren Gummischrot- und Tränengasgewehren an der Route präsent. Schon vor der Demonstration wurden einerseits Sozialist_innen aus der Türkei verhaftet. Andererseits kam es Stunden vorher zu einer Razzia in den Räumen des revolutionären Aufbaus. Dabei wurden 3 Personen verhaftet und das Fronttransparent beschlagnahmt.

 

„Zwei Demonstrationen“?!

 

Ausserdem kam es zu Kontrollen auf dem Claraplatz. Die Begründung der Polizei: Die Versammlung auf dem Claraplatz sei unbewilligt, die Versammlung im Clarapark hingegen schon. Es handelte sich jedoch um zwei Mobilisierungen für ein und dieselbe Demonstration! Ausserdem wurde den Kontrollierten weissgemacht, das OK der Demonstration wolle keine „Schweizer_innen“. Diese absichtliche Falschinformation der Polizei wurde vom OK noch an der Demo widerlegt. Insgesamt wurden 36 Menschen in Gewahrsam genommen.

 

Lasst euch nicht spalten!

 

Man muss kein_e Verschwörungstheoretiker_in sein, um zu sehen, was die Basler Polizei versucht, hier abzuziehen: Zu verhindern, dass sich die „lokalen“ Aktivist_innen mit der kurdischen und türkischen Opposition in der Schweiz zusammentun bzw. sich mit dem Widerstand gegen Erdogan solidarisieren. Sie versucht einen Keil zwischen die Bewegungen zu treiben und droht beiden mit massiver Repression im Falle einer Zusammenarbeit. Die friedliche, aber äusserst kämpferische Demo wurde daher auch mit einem massiven Aufgebot begleitet, welches eine bedrohliche Stimmung aufbaute und zum Ziel hatte, alle Teilnehmenden einzuschüchtern. Es ist unverantwortlich, vom Krieg Geschädigte und Traumatisierte ohne Grund mit einem kriegsähnlichen Aufgebot zu begegnen.

 

Die FAU Bern verurteilt diese Aktion der basler Polizei aufs schärfste! Wir fordern alle Menschen dazu auf, sich gegen das Terrorregime Erdogans auszusprechen und sich mit dem Widerstand dagegen zu solidarisieren. Lasst euch nicht spalten!