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Demo: sozialen Kahlschlag stoppen!

 

Schon wieder will der Kanton Bern auf dem Rücken der Unterschicht sparen. Nach unten wird getreten und nach oben gebuckelt. Der bürgerliche Staat beweist uns ein weiteres Mal, dass das Thema Klassenkampf kein alter Hut ist, sondern immer noch und wieder vermehrt zum Thema wird. Wir wollen nicht akzeptieren, dass den Reichen in den Arsch gekrochen wird und sie mit (Steuer-)Privilegien überhäuft werden, währenddessen die Armen zusehen können, wo sie bleiben. Der sogenannte „Wohlfahrtsstaat“ Schweiz wird immer weiter ausgehöhlt, die Menschen auf einen neoliberalen Kurs diszipliniert und dann in Armut im Stich gelassen. Wer dagegen spricht, wird schikaniert. Die neue zahme Route der Stadt zeigt dies eindrücklich: Anstatt durch die Hauptgassen ziehen zu können, werden unserem Protest nur die stillen Seitengassen zugestanden. Lieber hält die Stadt ein teures Lichtspiel ab und lässt den Konsum die Hauptgassen besetzen. Der Protest als demokratisches Mittel hingegen wird an den Rand gedrängt.
Uns reicht es. Wir haben genug Schikane eingesteckt! Es wird Zeit für die Arbeiter_innenklasse wieder auszuteilen! Die FAU Bern fordert alle Betroffenen des Sparpakets und alle solidarischen Menschen auf, sich dem Widerstand anzuschliessen. Kommt alle an die Demo am 22. November um 18.00 in Bern! Unterstützt Euch gegenseitig - hier und jetzt, am 22. November und auch Übermorgen noch.

solidarisch, Freie Arbeiter_innen Union Bern

 

weitere Infos findet ihr auf: https://kahlschlagstoppen.noblogs.org

 

Im Kanton Bern wird im November ein 185 Millionen Franken schweres Sparpaket behandelt. Die Kürzungen treffen einmal mehr den sozialen Bereich, das Gesundheitswesen, die Bildung und den Behindertenbereich. Gleichzeitig werden Steuergeschenke für Unternehmen im Wert von 200 Millionen gefordert.

Wer ist betroffen?

  • Die Lebensqualität der Menschen wird herabgesetzt: Der soziale Kahlschlag trifft besonders Alleinerziehende, Frauen*, Rentner_innen, Menschen in Ausbildung, (geflüchtete) Migrant_innen sowie Arbeiter_innen mit zu wenig Einkommen.

  • Die Errungenschaften der Frauen*bewegung werden angegriffen: Wenn Arbeiten im Bildungs-, Betreuungs- oder Gesundheitsbereich wegen Kürzungen liegenbleiben, übertragen sich diese auf die Haushalte. Dort stemmen nach wie vor Frauen* die grösste Last.

  • Die staatlichen Angestellten werden gestresst: Im Bildungs-, Sozial- und Gesundheitswesen muss wegen den Kürzungen und Personalabbau immer schneller und unter schlechteren Bedinungen gearbeitet werden. Wer zum Beispiel gut pflegen, ausbilden oder betreuen will, kann dies immer weniger.

  • Eine allgemeine Lohnsenkung findet statt: Unabhängig davon, was wir von staatlichen Leistungen halten, finanzieren wir sie über Steuern und Sozialabgaben mit. Indirekt werden also unsere Löhne gedrückt.

Was nun?

  • Gemeinsam auf die Strasse: Im Parlament scheint es aktuell nicht genügend wirksamen Widerstand gegen den sozialen Kahlschlag zu geben. Nur wenn wir als Betroffene zusammenstehen, haben wir eine Chance. Der nächste Schritt zur Demo liegt bei dir. Dort, wo du jetzt stehst, im Betrieb, in der Schule, im Freund*innenkreis, in der Famliie, im Heim, in den Sozialen Medien.

  • Uns nicht gegeneinander ausspielen lassen: Wenn wir Kürzungen im einen Bereich verhindern können, die erkämpften Millionen dann allerdings einfach in einem anderen Bereich gekürzt werden, haben wir nichts erreicht.

  • Von der Defensive in die Offensive: Der Kahlschlag wird erst zu stoppen sein, wenn der Widerstand genügend stark ist.

Wer ruft zur Demo auf?

  • Wir sind eine Gruppe von Personen, die von der Spar- und Abbaupolitik negativ betroffen sind und etwas gegen diesen sozialen Kahlschlag unternehmen wollen. Wir sind überzeugt, dass Betroffene stärker und direkter zu hören, zu sehen und zu spüren sein müssen.

Ort: Waisenhausplatz Bern (Nicht mehr auf dem Bahnhofplatz!)

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