SAUF mit der FAU!

der offene thematische Stammtisch

Jeden vierten Dienstag im Monat lädt die Basisgewerkschaft FAU Bern zu einem ungezwungenen Austausch, dem SAUF (Syndikalistisches Arbeiter*innen-Untergrunds-Forum) ein. Es soll eine Diskussionsplattform sein, welche ein Lernen von unten ermöglichen soll. Bei Bier, Eistee oder sonst was soll sich jeden Monat einem Thema gewidmet werden. Das SAUF ist keine Vortragsreihe, sondern ein ungezwungener Austausch untereinander. Komm doch mal vorbei, wir freuen uns.

 

Am 22. Januar nehmen wir uns das Thema Gilets Jaunes („Gelbwesten“) in Frankreich vor.

 

Seit zwei Monaten protestieren zehntausende Menschen Wochenende für Wochenende gegen die französische Regierung. Manchmal ruhig Strassen blockierend, manchmal wütend Ministerien stürmend. Diese Bewegung, welche von aussen betrachtet, aus dem nichts kam, könnte breiter nicht sein. Es geht ihnen um Themen wie Steuern, Löhne, Mieten oder auch mehr Mitsprache.

 

Die Bewegung, welche von keiner Organisation losgetreten wurde, ist ein Sammelbecken unterschiedlichster Ideologien, wodurch es auch keine klaren Anführer*innen gibt. Von der gemässigten Mitte über faschistische Putschist*innen bis hin zu anarchistischen Revolutionären ist alles vertreten. Was sie momentan eint, ist einzig die Wut auf den Staatspräsidenten Emmanuel Macron.

 

Nachdem die Bewegung dem sonst eisernen Macron schon einige Zugeständnisse abgerungen hat, scheint die Regierung nun ernst zu machen. Nach dem Zuckerbrot, kommt nun die Peitsche.

 

Doch wer sind die Gilets Jaunes? Wie gefährlich können sie dem Staat noch werden? Und welche Schlüsse können wir daraus für die Schweiz ziehen? Dies sind nur einige mögliche Fragen. worüber diskutiert wird, bestimmst schlussendlich auch du.

 

 

di schwarz chatz #56 ist Online

Aus dem Inhalt:

• Fight the Polizei-Gesetz

Am 10. Februar befindet die Stimmbevölkerung des Kantons Bern über das revidierte Polizeigesetz. Dieses will Kostenbeteiligungen für Veranstalter_innen und Demonstrierende an Polizeieinsätzen. Auch sonst werden die Kompetenzen der Polizei im Ausspionieren massiv erweitert.
 
• Alles ausser Bella Vita

Pizza Bella Vita im stadtberner Obstberg zahlt ihren Auslieferer_innen einen Lohn, welcher nicht einmal vielleicht für ein schönes Leben reicht.
 
• Alle gegen Macron
 
Seit über zwei Monaten demonstrieren in Frankreich Menschen in gelben Westen. Die Gilets Jaunes sind politisch sehr breit aufgestellt, einzig vereint in ihrer Wut auf den zentralistischen Staat und vor allem den "Monarchen" Macron.
 
Das Problem mit der Einheitsfront

Angesichts des aufsteigenden Faschismus ringt die Linke um ein Rezept dagegen. Auch das Konzept der Einheitsfront taucht immer wieder auf. Doch dies war in der Vergangenheit alles andere als egalitär.
 
Landesstreik 1918 Teil 3: Die Niederlage der Arbeiter_innenklasse

Der letzte Teil behandelt die Ausrufung des unbefristeten Generalstreiks in der Schweiz... Und wie dieser in einem Debakel endete, wovon sich die Linke nie ganz erholt hat.

 

di schwarz chatz #55 ist Online

Aus dem Inhalt:

• Der Landesstreik Teil 2: Die Konfrontation bahnt sich an

Am 9. November 1918 trat die Schweizer Arbeiter_innenschaft in  den landesweiten Generalstreik. Der zweite Teil behandelt die angespannte internationale Lage Anfangs November, die geplante  Konterrevolution der Regierung und den Beginn des Landesstreiks: Der  Proteststreik und der Zürcher Generalstreik.
 
• Unterstützung für das Espace Noir

Das Espace Noir in St. Imier ist seit langem ein wichtiges libertäres Zentrum im Berner Jura. 2011 fand dort das internationale Anarchistische Treffen statt. Nun braucht es deine Hilfe.
 
• Bauarbeiter_innen wehren sich gegen Schinderei
 
Der Schweizer Bauherr_innenverband SBV versucht wieder mal die Arbeitsbedingungen zu drücken. Die Zustände auf den Baustellen sind schon jetzt katastrophal, doch die Zentralgewerkschaften, welche den Gesamtarbeitsvertrag aushandeln, wollen sich mit dem Status Quo begnügen.
 
Chemnitz als Spiegel der Klassenkämpfe in Deutschland

Der Faschismus ist wieder präsent in Deutschland. Wie könnte eine linke Antwort aussehen? Ein Beitrag vom Lower Class Magazine
 
Hambi bleibt!

In der Nähe von Köln kämpfen Umwelt-Aktivist_innen gegen den Kohleabbau von RWE und für den Erhalt eines uralten Waldes. Die Räumung des besetzten Waldes war nicht nur idiotisch begründet, sondern führte auch zu Verletzten und einem Toten.

 

Und die Demo läuft doch!

Zuerst sah alles wie 2016 aus: abgeriegelter Bundesplatz, tolerierte Gegendemonstration. Doch dann verkam die Gegendemonstration gegen den „Marsch fürs Läbe“ in Bern zum Spielball zwischen Polizei und Gemeinderat.
 

9. November: Demo zu 80 Jahre Reichskristallnacht

 

Am 9. November 1938 kam es in Deutschland zu schweren Pogromen gegen die jüdische Bevölkerung. Obschon Jüd_innen im Nazideutschland schon lange diskriminiert wurden, markierte die Reichskristallnacht den Beginn der systematischen Verfolgung der Jüdischen Gemeinschaft, welche schlussendlich im Holocaust und der systematischen Ermordung von Millionen endete. Da ein Grossteil der Bevölkerung entweder nur zuschaute oder sogar bei den Pogromen mitmachte, markierte es auch den endgültigen Beweis für die Nazis, dass sie tun konnten, was immer sie wollten.

untenstehend der Aufruf der Organisator_innen:

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Erinnern heisst kämpfen!

Am 9. November gehen wir auf die Strassen Berns und gedenken allen Opfern des NS-Regimes. Nie wieder wollen wir solche Ereignisse tatenlos akzeptieren. Wenn wir uns umblicken, sehen wir eine Welt, die nicht nur zum Nachdenken auffordert, sondern zum Handeln.
Das gesellschaftliche Klima ist vergiftet; Fremdenfeindlichkeit und rechtsradikales Gedankengut konnten sich wieder bis weit in die Mitte der Gesellschaft etablieren. Systematische Diskriminierung und Angriffe auf Geflüchtete gehören in Europa zur Tagesordnung. An der Grenze zur Festung Europa ertrinken tausende Menschen im Mittelmeer oder verdursten in der Wüste. Nationalistische und faschistische Parteien und Bewegungen gewinnen immer mehr an Stärke. Dies ist kein Zufall; Die Geschichte zeigt, dass die Herrschenden in Zeiten der Krise, Xenophobie und Ausgrenzung nicht nur tolerieren, sondern oftmals vorantreiben. Auf sie ist nie Verlass, Krieg und Krise sind Teil ihrer Politik.

Für eine solidarische Zukunft!

An diesem Abend stehen wir nicht nur gegen menschenfeindliche Ideologien, sondern auch für eine solidarische Zukunft ein. Wir wollen eine Welt, die auf gegenseitiger Hilfe basiert, bedürfnisorientiert und nachhaltig produziert. Eine Welt, in der Menschen im Einklang mit der Natur und ohne Herrschaft untereinander leben. Eine Welt, in der wir Menschen nicht in Kategorien zwängen und nach diesen bewerten.

Dafür treffen wir uns am Freitag, 9. November 2018 um 19:30 Uhr beim Bahnhofsplatz in Bern. Um 20:00 Uhr werden wir unseren Protest lautstark, bunt und inhaltsbezogen auf die Strasse tragen. Nehmt Familie und Freund*innen mit, lasst Böller und Pyros zu Hause. Tipp für trotzdem Licht: Vergiss deine Taschenlampe nicht!

 

di schwarz chatz #54 ist online!

Aus dem Inhalt:

• Streik in den Knästen der USA

Inhaftierte von über einem Dutzend Knästen in den USA sind in den Streik getreten. Ihre 10 Forderungen richten sich gegen die unmenschlichen Bedingungen und die sklavereiähnlichen Arbeitsbedingungen.
 
• Von bezahlten und unbezahlten Praktikas

Ein Erfahrungsbericht aus der verfaulten Welt der Praktika.
 
• ILO baut auf prekäre Arbeit
 
Wie auf vielen anderen Baustellen bauen prekär angestellte Bauarbeiter_innen bei der international Labour Organisation.
 
Abtreibungsrecht bleibt!

Abtreibungsrecht geht uns alle etwas an. Doch dieses Recht ist schon wieder von vielen Seiten unter Beschuss.
 
Selbstverwaltete RiMaflow bedroht

Mit fadenscheinigen Gründen wird gegen die selbstverwaltete Fabrik vorgegangen.

 

160 Jahre "Libertär"

Der Zweite Teil des Artikels über die Geschichte des Begriffs "Libertär".