"Wir sind voll"

Oftmals wird sehr zusammengefasst über die Pflege und ihre Probleme gesprochen. Oder es wird eben gar nicht über die Pflege geredet. Ein Interview zur Situation in der Pflege, wo die Probleme liegen und warum Klatschen eben auch aufregen kann.

100% Verarsche statt Entschädigung

Seit März kämpfen viele aus der Gastronomie mit massiven Lohneinbussen. Daher horchten viele von uns auf, als am 18. Dezember das Parlament 100% Kurzarbeitsentschädigung für die niedrigen Löhne verabschiedete. Mit den ersten Lohnabrechnungen zeigt sich nun: Die Realität ist weit davon entfernt. Stundenlöhner*innen kriegen maximal 81%, Monatslöhner*innen maximal 92%.

Forderungen für die Gastronomie

Die FAU Bern solidarisiert sich mit dem Gastrostreik. Die momentane Krise trifft viele Arbeiter*innen hart. Jetzt muss etwas passieren.

Unsere Forderungen:

  • Lohnersatz/Kurzarbeit zu 100% auf Löhne bis 4500.- CHF:
  • Übernahme der Arbeiter*innenanteile der Sozialabgaben bei Kurzarbeit
  • Ein Ende der Verträge auf Abruf (Nullstunden-Verträge).
  • Eine klare Strategie zur Eindämmung der Pandemie
  • Ein menschenwürdiger Umgang auf dem Arbeitslosenamt
  • Unterstützung auch für Arbeiter*innen ohne Arbeitserlaubnis

Gastrostreik am 12. Dezember

Ein Gastrokollektiv aus Betrieben und Arbeiter*innen ruft am Samstag 12.12. zum Streik auf. Es sind harte Zeiten für die Gastronomie. Viele Betriebe stehen angesichts der halbherzigen Massnahmen gegen die Pandemie vor dem aus. Der Druck auf die Arbeiter*innen steigt.

Auch die FAU Bern schliesst sich dem Aufruf zum Streik an.

Die Platzkundgebung findet am 12.12. um 15.00 Uhr auf dem Bahnhofplatz Bern statt

Sparen über Gesundheit: Auch in Bern

„Verschärfungen“ der Kantonsregierung verfehlen die Ziele. Interne Dokumente zeigen, dass sich der Regierungsrat ein weiteres mal von der Wirtschaft hat einwickeln lassen: geplante Schliessung der Restaurants am 30. November wich einem Kompromiss, der nichts nützt. Gastro-Arbeiter*innen sehen einer schwierigen und betrügerischen Zeit entgegen.

 

 

Weg mit Nullstunden-Verträgen und Arbeit auf Abruf

Die Corona-Pandemie hatte verheerende Folgen für einige Arbeiter*innen. Dabei verschärfte die Krise nur bereits bestehende Probleme. Eines davon ist und war die Arbeit auf Abruf. Die Ausweitung der Kurzarbeit auf diese Arbeitsform zeigte erstmals auf, wie viele Menschen prekär beschäftigt sind: Das Seco geht von 200‘000 Arbeiter*innen aus. Nullstunden-Verträge müssen aufhören. Demonstration am 29. August in Bern.