Mitteilung zum 1. Mai

Trotz dem Regen sind schweizweit Menschen zum Tag der Arbeit(er*innen) auf die Strasse gegangen und haben ihrem Unmut über die Ungleichheit Luft gemacht. Die FAU war sowohl an der kämpferischen Demonstration in Solothurn wie auch in Luzern dabei.

Die symbolträchtige Räumung der ZAD de la Colline

Der Kampf gegen einen der grössten Klimasünder und für die Erhaltung der Natur hat einen Rückschlag erlitten. Die Zone à Défendre (ZAD) de la Colline wurde Ende März geräumt. Ein weiteres Mal hat sich der Staat und Kanton Waadt auf die Seite eines multinationalen Unternehmens gestellt. Dies ist symbolisch für den Schweizer „Kampf“ gegen die Klimakrise.

Anonyme Aktion gegen Gastrosuisse

Besonders in der jetzigen Pandemie zeigte der Branchenverband Gastrosuisse des öfteren, dass ihnen das Wohl der Arbeiter*innen am Arsch vorbei geht. Nun scheint es ein paar Arbeiter*innen gereicht zu haben: In der Nacht auf den 22. März wurden am Hauptsitz Botschaften hinterlassen: Lohn rauf! Sicherheit für alle Angestellten!

 

Für ein Mindesteinkommen für Erwerbslose!

Wir brauchen ein Mindesteinkommen für Erwerbslose. Die Allianz gegen Sozialapartheid schlägt eine Entschädigung von 100% für alle Personen vor, deren Einkommen höchstens Zweidrittel des Medianeinkommens beträgt (rund 4'300 Franken im Monat). Denn im COVID-Gesetz hat das Parlament bereits anerkannt, dass 80% Lohn für die Tieflöhner*innen nicht reicht. Gleiches muss auch bei Arbeitslosigkeit gelten.

Liberalfeministische Augenwischerei

Gleich zwei Parlamentsentscheide haben in letzter Zeit für Freude in feministischen Kreisen und darüber hinaus gesorgt: Die am 1. Juli 2020 in Kraft getretene Revision des Gleichstellungsgesetzes und die auf den 1. Januar 2021 in Kraft gesetzten neuen Bestimmungen im Aktienrecht. Bei beiden stellt sich die Frage: Wer profitiert davon? Und was ändert sich konkret?